Vielfältige Wege zur Beruflichen Qualifikation: Das Berufskolleg Eben- Ezer erweitert sein Ausbildungsangebot

Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Das Berufskolleg Eben-Ezer reagiert darauf: Zum neuen Schuljahr 2019/2020 geht die neue Fachschule für
Sozialpädagogik (FSP) am Berufskolleg der Stiftung an den Start. Die Ausbildung zum Staatlich Anerkannten Erzieher dauert drei Jahre.

 

Analog und digital gut aufgestellt: v.l. Reinhold Meyring, stellvertretender Schulleiter, Eben-Ezer Vorstand Pastor Dr. Bartolt Haase, Bettina Spatz, (leitet die neue FSP), Klaus R. Berger, Schulleiter und Wolfgang Peeters, (Lehrer mit dem Schwerpunkt Medienkompetenz) freuen sich über das neue Ausbildungsangebot am Berufskolleg der Stiftung Eben-Ezer.

 

Es gibt die Möglichkeit, diese in zwei vollschulischen Jahren und einem Anerkennungsjahr oder als praxisintegrierte Ausbildung, also berufsbegleitend zu absolvieren.

Die Voraussetzungen für die Ausbildung sind unterschiedlich. Man muss einen mittleren Bildungsabschluss haben, also die Fachoberschulreife plus eine Berufsausbildung im sozialen Bereich. Auch eine andere Berufsausbildung und 900 Stunden Tätigkeit in einer sozialen Einrichtung ermöglichen den Besuch der FSP. Oder man hat ein Fachabitur bzw. das Abitur und hat bereits 900 Stunden in einer berufsspezifischen Einrichtung gearbeitet, zum Beispiel im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres oder im Bundesfreiwilligendienst.

Nicht zuletzt wendet sich das Angebot an Menschen, die einen mittleren Bildungsabschluss haben und seit mindestens 5 Jahren im Sozial- und Gesundheitswesen arbeiten. Interessent*innen aus dieser Zielgruppe können die Ausbildung zum Erzieher bzw. zur Erzieherin berufsbegleitend absolvieren. Für die Tage im Berufskolleg werden sie von ihren Arbeitgebern frei gestellt. Soziale Einrichtungen, die ihre Mitarbeiter*innen qualifizieren wollen, auch um die erforderliche Fachkraftquote zu erzielen, will man für die neuen Fachschule interessieren. Schulleiter Klaus R. Berger erläuterte im Pressegespräch, dass man sowohl Kolleg*innen in Eben-Ezer ansprechen wolle als auch gezielt auf andere soziale Einrichtungen zugehe wie etwa das Deutsche Rote Kreuz oder die Fürstin Pauline Stiftung, um für die neue Fachschule für Sozialpädagogik zu werben.

Interessent*innen sind herzlich eingeladen, sich beim Infotag des Berufskollegs der Stiftung am 16.Febraur gezielt zu informieren und sich beraten zu lassen. Auch eine Bewerbung direkt vor Ort ist möglich. Bettina Spatz, die künftige Ausbildungsleiterin an der FSP und das gesamte Kollegium am Berufskolleg sowie die Schüler*innen stehen an diesem Tag zur Verfügung.

Bettina Spatz unterrichtet Deutsch, Philosophie, Pädagogik und Didaktik. Sie erläuterte, dass die Ausbildung an der neuen FSP praxisorientierter sei als die Kombination aus Erzieher*innen-Ausbildung und Abitur am Beruflichen Gymnasium des Berufskollegs Eben-Ezer.

Noch ist die Organisationsform der neuen Fachschule für Sozialpädagogik offen. Sie richtet sich danach, ob sich mehr Bewerber*innen für eine vollschulische Ausbildung oder für eine berufsbegleitende Ausbildung melden. Nach dem Infotag am 16.2. wird man da womöglich schon klarer sehen.

Neu zum Schuljahr 2019/2010 ist auch die berufsbegleitende Ausbildung zum Heilpädagogen in zwei statt drei Jahren. Dieser Ausbildungsgang wird innerhalb der Fachschule für Heilpädagogik angeboten und richtet sich an Fachkräfte der Heilerziehungspflege und an Staatlich Anerkannte Erzieher*innen.

Am Berufskolleg Eben-Ezer und am Beruflichen Gymnasium erwerben derzeit rund 400 Schüler*innen ihre beruflichen Qualifikationen in den Bereichen Sozialassistenz, Heilerziehungspflege, Heilpädagogik und im Beruflichen Gymnasium Fachrichtung Sozialwesen.

Bei der Presse-Vorstellung der neuen Ausbildungsangebote unterstrich Pastor Dr. Bartolt Haase die Bedeutung des Berufskollegs im Stiftungsgefüge: „Eben-Ezer braucht Fachkräfte in den verschiedenen Bereichen. In der Eingliederungshilfe sind das vor allem Heilerziehungshelfer*innen- und
pfleger*innen. Die Stiftung ist inzwischen auch in der Jugendhilfe, als Trägerin von Kindertagesstätten und in etlichen anderen sozialen Arbeitsfeldern tätig. Mit dem Berufskolleg verfügen wir über ein sehr gut angenommenes Angebot zur fachlichen Qualifizierung. Dieses hat sich in den 26 Jahren seines Bestehens flexibel weiter entwickelt. Sehr wichtig für uns als diakonisches Unternehmen ist es, dass im Berufskolleg ein Schwerpunkt auf Persönlichkeitsbildung gelegt wird. Dabei spielt das diakonische Profil der Stiftung eine große Rolle.“

Berger betonte: „Mit unseren neuen Angeboten geht es uns einmal mehr darum, „Lebenslanges Lernen“ mit der Lebenswirklichkeit von Menschen in Einklang zu bringen, die bereits arbeiten und Geld verdienen (müssen). Bildung braucht Persönlichkeit und Bewegung. Das ist unser Motto am Berufskolleg.“ Er wies auch auf den hohen Stellenwert digitaler Kompetenzen im Ausbildungsportfolio des Berufskollegs hin. „Seit das Programm gute Schule des Landes NRW vor zwei Jahren aufgelegt wurde, beteiligen wir uns daran. Aber auch schon vorher waren wir bei der Vermittlung digitaler Kompetenz hellwach. Derzeit stehen wir mit unserer Ausstattung an PCs und Tablets sehr gut da.“

 

Infos und Beratung rund um das  am Berufskolleg:

Info-Tag des Berufskollegs am 16. Februar von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr, Disselhoffweg 3, 32657 Lemgo. In der modernen, in jeder Hinsicht gut ausgestatteten Schule freuen sich das gesamte Kollegium sowie Schüler*innen auf viele Besucher*innen.

Die Schulleitung steht wochentags unter 05261 215-760 für Auskünfte zur Verfügung.

Jederzeit ist im Internet das Berufskolleg mit seinen Ausbildungsangeboten differenziert und übersichtlich zugänglich unter www. bkee.de

 

Pressetext: Stiftung Eben-Ezer / Öffentlichkeitsarbeit 

Foto: Andreas Leber (www.DerLemgoer.de)

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