In der Mittelstraße macht ab Frühjahr 2016 Granit aus China das Rennen

Am vergangenen Dienstag stand für die Mitglieder des Verkehrsausschusses und des Ausschusses für Wirtschaft und Stadtentwicklung eine große Entscheidung an. Kürzlich wurde erst in der Mittelstraße auf Höhe von Brillen Hausmann und der Rathauslaube Musterpflaster verlegt.

Die Fußgängerzone bekommt dann ein sehr lebhaftes neues Pflaster

Dem Ganzen gingen ja verschiedene Sitzungen im Rathaus und eine Planungswerkstatt voraus. Schnell klärte sich dass Granit verlegt werden soll, nur stand die Frage im Raum ob aus China oder Schweden. Bei dem Ortstermin vor der Sitzung waren sich die einzelnen Mitglieder noch sehr unschlüssig. Anke Deeken, seitens des von der Stadt Lemgo beauftragte Planungsbüro stellte die beiden zur Schau gestellten Musterpflaster, sowie die unterschiedlichen Entwässerungsrinnen vor.

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Danach führte sie in ihrem Vortrag auch noch einmal in das geplante Projekt ein. Dabei ging es erst einmal um den ersten der vier Bauabschnitte (Lippegarten bis Wasserstraße) der ab kommenden Frühjahr beginnen soll. Eine europaweite Ausschreibung dafür soll nun im November erfolgen. Aber auch die neue Beleuchtung, wo man fast komplett auf die bisherigen Laternen und deren Masten verzichten will , war Thema. Am Ende fiel dann bei beiden Gremien eine klare Mehrheitsentscheidung mit nur einer Gegenstimme auf das China-Pflaster.

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Seitens der Verwaltung und des beauftragten Plaungsbüros hatte man sich zwar für das schwedische Pflaster ausgesprochen, musste sich aber der Mehrheit beugen. Trotzdem vorab eine große Diskussion entbrannt war, da man besonders den Anteil der hellen und sehr gelben Steine beim China-Pflaster nicht haben wollte. Für die Lemgoer Politiker stach dieser gelbe Granit deutlich zu hoch hervor. Dieses Pflaster kommt auch nur durch einen geschlossenen Kompromiss zu Stande, der aussagt, dass nur drei der vier Farben verlegt werden und man auf das gelbe Pflaster kommt verzichtet.

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Auch wird es wohl nun in der Mitte der Fußgängerzone dann eine runde verspringend angelegte Entwässerungsrinne geben. So werden dann die nächsten vier Jahre rund 9.500 Quadratmeter neues Pflaster verlegt, wo die Baukosten wohl insgesamt bei rund acht Millionen Euro liegen werden.

Bericht / Fotos: Andreas Leber

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