Das Kur- & Stadttheater wurde durch Peter Pan zum „Nimmerland“

Der Schriftsteller Sir James Matthew „J. M.“ Barrie wurde in Schottland geboren und verstarb 1937 in London. Zu seinen bekanntesten literarischen Figuren gehört Peter Pan, der bereits 1902 zum ersten Mal in einem Buch in Erscheinung trat. In seiner bewegenden Geschichte ging es um einen Jungen, der seinen Traum vom Leben ohne die Regeln von Erwachsenen lebte und niemals erwachsen werden wollte.

Die bunte, humorvolle Inszenierung begeisterte die rund 480 Zuschauer

So war der Rückzugsort die fiktive Insel Nimmerland wo „Peter Pan“ als Anführer der „verlorenen Jungs“ zusammen mit der hin und wieder etwas zickigen Fee „Tinker Bell“, der wilden Indianerin „Tigerl Lilly“ und natürlich dem finsteren „Käpt`n Hook“ samt seiner beiden Piraten „Smee“ (Raoul Migliosi) und „Starkey“ (Jana Faccus) lebte. Ein Stoff der sich besondes gut auch für eine sehr kindgerechte, bunte und humorvolle Inszenierung durch das „Liberi“-Theater anbot. Sehr fantasievoll und spannend begann die Geschichte, nach dem sich der große Vorhang im fast vollbesetzten Kur- & Stadttheater Bad Salzuflen geöffente hatte, in London. Dort lebte die Famile Darling mit ihrer Tochter „Wendy“ und Hund „Nana“.

Liberi-Musical "Peter Pan"
„Peter Pan“ begeisterte das Publikum in Bad Salzuflen. (c) A. Leber
Liberi-Musical "Peter Pan"
„Wendy“ & „Peter Pan“ reisten ins ferne Nimmerland und nahmen alle Zuschauer mit auf das große Abenteuer. (c) A. Leber

Nachdem die Eltern eines Abends das Haus verlassen hatten, tauchte plötzlich durch das offene Kinderzimmerfenster „Peter Pan“ auf. Er hatte tags zuvor der Guten-Nacht-Geschichte gelauscht, die Wendy`s Mutter erzählt hatte. Dank „Wendy“ bekam er seinen verlorenen Schatten wieder, der aber erst nicht das tun wollte, was so ein Schatten eigentlich tut. Dieses führte beonders bei den vielen kleinen Zuschauern für die ersten Lacher. Beide kamen in ein Gespräch, worin Peter ihr dann vom „Nimmerland“ erzählte, wo alle Wünsche immer in Erfüllung gingen, wenn man nur fest daran glauben würde und man dort nie erwachsen würde. Als dann auch noch die Fee „Tinker Bell“ auftauchte faßte sie den Entschluss und flog mit beiden in ein großes Abenteuer, wo auch der ganze Saal zur Insel „Nimmerland“ wurde. Auf der Insel angekommen sollte „Wendy“ den „verlorenen Jungs“, die fehelnde Mutter ersetzen und Geschichten erzählen. Wäre da nicht auch noch der langjährige Feind von „Peter Pan“, „Käpt`n Hook“ mit seinen beiden Piratengesellen „Smee“ und „Starkey“ hätte alles eine ruhige Geschichte sein können.

Liberi-Musical "Peter Pan"
Familie Darling mit Hund Nana. (c) A. Leber
Liberi-Musical "Peter Pan"
„Käpt`n Hook“ trat auf den Plan mit seinen Piratengesellen „Smee“ und „Starkey“ auf den Plan. (c) A. Leber

Auch das immer wieder tickende Krokodil spielte eine entscheidene Rolle. Es hatte „Hook“ vor vielen Jahren die Hand abgebissen und machte sich dann auch noch über seine Uhr her. Seitdem trug er dort einen Haken und machte sich, wenn er das ticken hörte aus dem Staub, da er Angst hatte, das Krododil wollte ihn holen. Das Theater „Liberi“ bescherte in Bad Salzuflen ein großes Vergnügen, wo besonders die sehr überzeugenden Musicaldarsteller durch ihre Tänze und den Gesang begeisterten. Alles kam sehr locker rüber und die kurzfristigen Szenenumbauten gingen sehr flink. Im weiteren Verlauf auch nach einem Kampf zwischen Peter und Hook und einem Giftanschlag, dem „Tinker Bell“ erst erlag aber dann durch die Wünsche und lauten Rufe der vielen anwesenden Kinder wieder auferstand, fragte Wendy sich, ob sie für immer ein Kind bleiben wollte. Die Sehnsucht nach den Eltern und ihrem zu Hause wurde immer stärker und sie entschied sich wieder in die Realität ihres Londoner-Kinderzimmers zurückzukehren.

Liberi-Musical "Peter Pan"
Fee „Tinker Bell“ begeisterte besonders die kleineren Zuschauer. (c) A. Leber
Liberi-Musical "Peter Pan"
„Käpt`n Hook“ kämpt mit „Peter Pan“. (c) A. Leber

So transportierte das Theater „Liberi“ sehr schwungvoll die Romanvorlage, die auch schon durch Disney aufgegriffen wurde auf die Bühne. Die Geschichte über die Unschuld und Sorglosigkeit der Kindheit und besonders die Bedeutung einer Familie mit mit allen Höhen und Tiefen steckte als Kern in dieser Geschichte. MaxiMillian Boshamer schenkte „Peter Pan“ eine Stimme und verkörperte mit viel Charme diese Figur. Schnell war die Fee „Tinker Bell“, die von Carolin Pommert verkörpet wurde und alle Anwesenden verzauberte, zum Publikumsliebling.

Liberi-Musical "Peter Pan"
„Peter Pan“ sollte das Gift treffen, was aber von der Fee „Tinker Bell“ getrunken wurde. Dank des Wunsches
Liberi-Musical "Peter Pan"
„Wendy“ wollte wieder nach Hause ! Kind sein war schön, aber dazu gehört auch das man irgendwann erwachsen wird. (c) A. Leber

Aber auch Alexandra Haar als „Wendy“ oder Jonas Herkenhoff als „Käpt`n Hook“ brachten sehr schwungvoll zusammen mit den weiteren Darstellern rund zwei Stunden lang in fantasievollen Kostümen die Nimmerland-Illusion kindgerecht und greifbar rüber. Die heiteren Takte der beiden Komponisten Christian Becker und Christoph Kloppenburg und die bewährte Handschrift von Autor und Regisseur Helge Fedder regten zum Träumen an und ließen die Geschichte von „Peter Pan“ wirklich lebendig werden. So wie es ja auch immer bei solchen Geschichten bisher war, hatte „Peter Pan – das Musical“ natürlich auch ein Happy-End.

Liberi-Musical "Peter Pan"
Die sechs Musicaldarsteller begeisterten teilweise sogar in verschiedenen Rollen. So wurde aus dem verletzlichen Vater Darling dann im weiteren Verlauf als Rolle auch der „Käpt`n Hook“. (c) A. Leber

Bericht / Fotos: www.DerLemgoer.de / Andreas Leber

Hier noch die sechs Musicaldarsteller und ihre verkörperten Rollen bei „Peter Pan“:

Liberi-Musical "Peter Pan"
Gerne stellten sich nach einer super schönen und tollen Vorführung alle sechs Darsteller noch einmal für dieses Gruppenfoto auf. (c) A. Leber

Peter Pan = MaxiMillian Boshamer
Thinker Bell = Carolin Pommert
Wendy = Alexander Haar
Käpt`n Hook, Mr. Darling = Jonas Herkenhoff
Mrs. Darling, Tiger Lilly, Starkey, Locke = Jana Flaccus
Smee, Bohne, Nana = Raoul Migliosi

Weitere Infos zum Theater „Liberi“ findet man auch im Internet unter:

www.theater-liberi.de/

Weiterhin findet man hier vom 16.01.16 noch eine große Fotogalerie von der tollen und super schönen Vorführung in Bad Salzuflen !!

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